Honorarberatung Heilbronn = Unabhängige Finanzberatung Heilbronn

Wie Sie die unterschiedlichen Arten von Finanzberatern unterscheiden können

Grundsätzlich machen die meisten Finanzberater zwar das Gleiche, die Art und Weise, wie sie sich finanzieren und wie dies die Beratung an sich beeinflusst, unterscheidet sich jedoch stark voneinander. Natürlich gestaltet nicht jeder Berater seinen Beratungsprozess so, dass er in möglichst kurzer Zeit möglichst viel davon hat, dennoch spielt die Art der Vergütung und des rechtlichen Status eine Rolle. In diesem Artikel möchten wir Sie darüber aufklären, welche Arten von Beratern es gibt, wie diese arbeiten und welche Vor- und Nachteile ihre Geschäftsmodelle für Sie als Kunden mit sich bringen.

Portrait von Lothar Eller
Lothar Eller, Ihr Honorarberater für Stuttgart, Reutlingen und Tübingen

Der Versicherungsvertreter

Der Versicherungsvertreter ist ein sogenannter gebundener Berater. Er ist lediglich für eine Versicherung tätig und kann nur die Produkte von eben dieser Versicherung verkaufen. Rechtlich gesehen ist er zwar selbstständig, durch seinen Partnervertrag ist er aber an die entsprechende Partnerversicherung gebunden. Der Versicherungsvertreter arbeitet in der Regel auf Provisionsbasis und erhält Geld dafür, Ihnen Produkte von seinem Partnerunternehmen zu verkaufen. Selbst wenn er Zugriff auf andere Versicherungsprodukte hat, zieht er keinen Vorteil daraus, Ihnen diese zu empfehlen. Die Termine und Beratungen beim Versicherungsvertreter sind in der Regel kostenlos und solange Sie keinen Vertrag abschließen, müssen Sie auch im Nachhinein nichts dafür bezahlen. Versicherungsvertreter können häufig Kombinationsangebote anbieten und dadurch für besonders günstige Konditionen bei der entsprechenden Versicherung sorgen. Ob sich diese Kombinationstarife lohnen, muss in jedem Fall individuell geprüft werden. Versicherungsvertreter sind nicht dazu in der Lage, Sie zu Finanzprodukten zu beraten oder Ihnen diese zu vermitteln. Wenn es um das Thema Vermögensaufbau geht, müssen die Versicherungsvertreter sich daher meist auf Lebensversicherungs- oder Altersvorsorgeprodukte beschränken.

Der Finanzanlagenvermittler

Ein Großteil der Finanzanlagenvermittler hat auch eine Versicherungsvermittlererlaubnis. Im Gegensatz zum Versicherungsvertreter sind die Finanzanlagenvermittler nur selten an einen einzigen Anbieter angeschlossen und können aus einer größeren Palette an Produkten wählen. Der Finanzanlagenvermittler verdient auch an Abschlüssen von Depotverträgen, Einmalanlagen und der Vermögensverwaltung. Finanzanlagenvermittler sind häufig an sogenannte Pool Unternehmen angeschlossen, die den Vermittler beim Research unterstützen. Sie empfehlen ETFs, Fonds und Anlagestrategien auf Basis der aktuellen Marktentwicklung. Finanzanlagenvermittler arbeiten in aller Regel auf Provisionsbasis. Die Beratungen und Termine an sich sind also umsonst. Sobald es aber zu einem Abschluss kommt, verdient der Berater mit. Insbesondere hohe Einmalanlagen aus beispielsweise Erbschaften sind für ihn lukrativ, aber auch beim Abschluss eines Depotsparplans verdient er regelmäßig mit.

Der Makler

Makler sind im Gegensatz zu unseren ersten beiden Beispielen häufig tatsächlich ungebunden. Sie haben keine Partnerverträge mit Researchunternehmen oder einer einzelnen Versicherungsgesellschaft. Sie sind Einzelkämpfer und betreiben das Research entweder selbst oder beauftragen einen externen Dienstleister damit. Der Makler hat zwar große Freiheiten, muss jedoch auch jede Menge Wissen und Recherchearbeit einbringen, um eine vernünftige Beratung gewährleisten zu können. Auch Makler zählen zur Kategorie der Produktverkäufer. Sie erhalten eine Provision dafür, dass sie Ihnen einen Versicherungs- oder Finanzanlagevertrag vermitteln. Da sie auf die Provisionszahlungen der Unternehmen angewiesen sind und eine intrinsische Motivation haben, die Verträge mit den höchsten Abschlussprovisionen anzubieten, können Makler nicht wirklich als unabhängig bezeichnet werden. Auch beim Makler sind Erstgespräche und Beratungen in der Regel kostenlos. Zu einer Provisionszahlung und den damit verbundenen Kosten für Sie als Kunden kommt es erst beim Vertragsabschluss.

Der Mehrfachagent

Beim Mehrfachagenten handelt es sich um eine Mischung aus Vertreter und Makler. Der Mehrfachagent hat in der Regel einen eingeschränkten Pool an Partnerunternehmen zur Verfügung, aus denen er die Produkte auswählen kann. Hinter dem Mehrfachagenten steht häufig ein großes Researchunternehmen, welches an den Produktverkäufen der Mehrfachagenten mitverdient. Beispiele in Deutschland für solche Unternehmen wären die deutsche Vermögensberatung, MLP und Tecis Finanzdienstleistungen. Grundsätzlich gilt ansonsten für den Mehrfachagenten das gleiche wie für den Makler und den Versicherungsvertreter. Er ist von Provisionszahlungen abhängig und muss Produkte verkaufen. Der Beratungsprozess an sich ist dafür kostenlos. Gegenüber dem Makler hat der Mehrfachagent den Vorteil, dass er einen integrierten Researchpool hat, der dafür sorgt, dass er seine Produkte etwas besser kennt. Dafür ist seine Auswahl jedoch eingeschränkt. Der Versicherungsvertreter muss sich nur mit wenigen Produkten beschäftigen und kennt diese bestens. Dafür ist seine Auswahl an Produkten im Vergleich zum Mehrfachagenten natürlich deutlich eingeschränkt.

Der Honorarberater

Ein ziemlich neuer und innovativer Ansatz in Deutschland ist der Honorarberater. Honorarberatern ist es von rechtlicher Seite verboten, Provisionen anzunehmen. Sie müssen sich also über die Bezahlung des Kunden finanzieren. In der Regel erfolgt die Bezahlung auf Basis eines vorher festgelegten Stundensatzes. Der Honorarberater bietet dem Kunden im Vergleich zu den bisher genannten Beraterformen einige Vorteile. Da auf Stundenbasis bezahlt wird, muss er nicht verkaufen und kann den Kunden auch zu Themen beraten, die nichts mit den entsprechenden Produkten zu tun haben. Außerdem ist er dazu in der Lage Produkte zu empfehlen, die keine Provision generieren. Im Bereich des Vermögensaufbaus sprechen wir dabei vor allem von ETFs mit ihren sehr geringen Kosten. Der große Nachteil des Honorarberaters: Der Kunde muss vorab einiges an Geld in die Hand nehmen, um überhaupt beraten zu werden. Wer eine qualitativ hochwertige und völlig unabhängige Beratung zu seiner gesamten Finanzsituation haben möchte, ist beispielsweise bei der Honorarberatung in Heilbronn bestens aufgehoben.

Sie finden die Idee der Honorarberatung gut und möchten eine unabhängige Finanzberatung in Heilbronn? Dann vereinbaren Sie noch heute einen Termin bei Eller Consulting.